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Informations- und Kommunikationstechnik Studium

Hast du Spaß an mathematischen und technischen Fragestellungen? Möchtest du gerne wissen, wie moderne Kommunikationstechnik funktioniert? Das Informations- und Kommunikationstechnik Studium befasst sich genau damit. Wir bieten dir die wichtigsten Infos rund um den Studiengang: Inhalte, Voraussetzungen, Gehalts- und Karriereaussichten sowie passende Hochschulen.

Informations- und Kommunikationstechnik – Das Fach in Kürze

Wie funktionieren Smartphones, Mikrochips und Satellitenempfänger? Welche physikalischen Prinzipien sind nötig, damit sie funktionieren? Wie werden diese Systeme entwickelt und konstruiert? Wie kann man sie programmieren? Solche und noch weitere Fragen werden dir im Laufe deines Informations- und Kommunikationstechnik Studiums beantwortet. Im Studiengang geht es darum, verschiedene technische Systeme zu untersuchen und verstehen zu lernen – einige dieser Systeme, wie die eingangs genannten, wirst du wahrscheinlich aus deinem Alltag kennen.

Alle Infos zum Informations- und Kommunikationstechnik Studium

Informations- und Kommunikationstechnik Studium
– Auf einen Blick

Regelstudienzeit

  • Bachelor: 6-8 Semester (Bachelor)
  • Master: 3-4 Semester (Master)

Gut zu wissen

Verpflichtendes Fach-/ oder Industriepraktikum während des Studiums sichert praktische Erfahrung

Numerus Clausus (NC):

keine Zulassungsbeschränkungen

Das Richtige für ...:

… alle, die sich für mathematische und informationstechnische Inhalte interessieren und gerne tüfteln.

Studieninhalte – Was lerne ich im Informations- und Kommunikationstechnik Studium?

In den ersten Semestern werden mathematische, physikalische, elektrotechnische und informationstechnische Grundlagen auf dich zukommen. Diese Inhalte sind nötig, damit du die Systeme vollständig durchblickst. Später im Studium stehen dir unterschiedliche Vertiefungsmöglichkeiten zur Wahl. Während deines Informations- und Kommunikationstechnik Studiums stehen unter anderem folgende Fächer auf dem Lehrplan:

  • Mathematik
  • Physik
  • Elektrotechnik
  • Informatik
  • Betriebswirtschaftslehre
  • Programmierung
  • Technisches Englisch
  • Photonik
  • Nachrichtentechnik
  • Kommunikationsnetze
  • Rechnernetze
  • Betriebssysteme
  • Softwareentwicklung

Darüber hinaus gibt es verschiedene Vertiefungsmöglichkeiten, die sich allerdings von Hochschule zu Hochschule unterscheiden können. Diese Vertiefungen werden z. B. angeboten:

  • Hochfrequenztechnik
    → Wie können Wellen aus einem hohen Frequenzbereich erzeugt, weitergeleitet und technisch verwendet werden?
  • Regelungstechnik
    → Wie können Temperaturen, Feuchtegehalte, Drücke, Fließgeschwindigkeiten und weitere physikalische, chemische oder andere Größen einen vorgegebenen Verlauf nehmen und so kontrolliert werden?
  • Signaltheorie
    → Wie können Signale durch unterschiedliche Medien übertragen werden und welchen Einfluss üben diese Medien und die Umwelt auf die Signale aus?
  • Signalübertragung
    → Mit welchen Methoden werden Informationen von einem Sender zu einem Empfänger übermittelt?
  • Schaltungstechnik
    → Wie werden elektronische Schaltungen entwickelt, bemessen und entworfen?
  • Schaltkreisentwurf
    → Wie funktionieren die Elemente in einem Schaltkreis, die durch elektronische Schaltungen aktiviert oder gehemmt werden?
  • Kommunikationsnetze
    → Welcher Systemaufbau bzw. welche Infrastruktur begünstigt, dass Informationen übermittelt werden können?
  • Photonik
    → Wie wird Strahlung genutzt, um Daten übertragen zu können?

Die Inhalte auf den Lehrplänen können sich von Hochschule zu Hochschule unterscheiden. Weitere, detaillierte Informationen zu einzelnen Studiengängen erhältst du in Modulhandbüchern und Studienverlaufsplänen bei der Hochschule deiner Wahl. Um Hochschulen zu finden, die den Studiengang anbieten, solltest du unbedingt einen Blick in unsere Hochschuldatenbank werfen.

Unterschiede zu verwandten Studiengängen

Von Studiengängen wie Elektro- und Informationstechnik, Medizintechnik oder Mechatronik unterscheidet die Informations- und Kommunikationstechnik in erster Linie, dass sie ihren Fokus auf Systemen hat, die für Datenkommunikation und Signalübertragung verantwortlich sind. Die Elektro- und Informationstechnik befasst sich mit einer noch breiteren Spanne an elektronischen Systemen, wozu auch Staubsauger, Windkrafträder oder Rasierapparate zählen können. In der Medizintechnik lernst du, Geräte zu entwickeln und betreuen, die für die medizinischen Diagnose, Prävention und Rehabilitation nötig sind.

Passende Hochschulen

An folgenden Hochschulen kannst du Informations- und Kommunikationstechnik oder eng verwandte Studiengänge studieren:

Voraussetzungen

Formale Voraussetzungen

Um Informations- und Kommunikationstechnik im Bachelor studieren zu können, musst du einige Zulassungsvoraussetzungen erfüllen. Du brauchst in der Regel eine Hochschulzugangsberechtigung (HZB), die du durch die allgemeine Hochschulreife (Abitur), die Fachhochschulreife (Fachabitur) oder die fachgebundene Hochschulreife erreichen kannst. Weiterhin solltest du gute Englischkenntnisse mitbringen, da ein großer Teil der Literatur im Studium nur auf Englisch verfügbar ist. Einen Numerus Clausus (NC) gibt es entweder nicht oder er fällt so niedrig aus, dass du auch mit einem durchschnittlichen Abi hohe Chancen darauf hast, zugelassen zu werden (Stand WS 23/24).

Du hast kein Abi gemacht? Keine Panik! Auch ohne Abitur kannst du Informations- und Kommunikationstechnik studieren. Alles, was du dafür brauchst, ist eine vergleichbare Qualifikation wie ein Meister/innenbrief, eine Aufstiegsfortbildung, eine einschlägige Berufsausbildung plus mehrere Jahre beruflicher Tätigkeit oder eine erfolgreich abgeschlossene Begabtenprüfung. Da Bildung in Deutschland von jedem Bundesland eigenständig geregelt wird, solltest du dich im Vorfeld unbedingt darüber informieren, welche Voraussetzungen in deinem Bundesland für das Studium ohne Abitur gelten.

Für einen Master in Informations- und Kommunikationstechnik brauchst du einen ersten, einschlägigen Hochschulabschluss (Bachelor oder vergleichbar). Unter Umständen kann es sein, dass deine Note für die Aufnahme nicht schlechter als 2,5 sein darf. Darüber hinaus benötigst du teilweise einen Nachweis für ein abgeleistetes einschlägiges Praktikum oder Praxissemester, ein Motivationsschreiben und einen Lebenslauf. Außerdem erhöhst du deine Chancen an manchen Hochschulen mit einem Empfehlungsschreiben oder einem Arbeitszeugnis.

Das Bachelorstudium in Informations- und Kommunikationstechnik schließt du entweder mit einem Bachelor of Science (B.Sc.) oder einem Bachelor of Engineering (B.Eng.) ab. Nach dem Master wirst du entweder einen Master of Science (M.Sc.) oder wiederum einen Master of Enginieering (M.Eng.) erhalten.

Persönliche Voraussetzungen

Zusätzlich solltest du für ein erfolgreiches Informations- und Kommunikationstechnik Studium einige persönliche Voraussetzungen mitbringen:

  • gute bis sehr gute Mathematik-, Physik- und Informatikkenntnisse
  • logisches Denkvermögen
  • technisches Verständnis
  • Bereitschaft, dir selbstständig Wissen anzueignen
  • Affinität zum Basteln und Tüfteln

Karriere- und Gehaltsaussichten

Karriere

Die Berufsaussichten nach einem Informations- und Kommunikationstechnik Studium sind ausgesprochen gut, da informationstechnische Technologien immer relevanter für unseren Alltag und stetig ausgebaut werden. Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, nach dem abgeschlossenen Studium beruflich durchzustarten. Dafür bieten sich zum Beispiel folgende Bereiche an:

  • Telekommunikation
  • Energieversorgung
  • Maschinenbau
  • Robotik
  • Lebensmittelindustrie
  • Automobilindustrie
  • Luftfahrtindustrie
  • Schifffahrtindustrie
  • Medizintechnik

Ingenieur/innen der Informations- und Kommunikationstechnik entwickeln, produzieren und warten Systeme und Komponenten, die in verschiedenen Technologien wie Autos, Flugzeugen oder Schiffen eingesetzt werden. Sie können außerdem Unternehmen beraten, Forschung betreiben oder technischen Support leisten. Außerdem können sie im Vertrieb arbeiten und technische Anlagen bereitstellen. In welche Richtung du beruflich gehst, hängt auch von dem Schwerpunkt ab, den du während deines Studiums gewählt hast.

Gehalt

Ingenieur/innen sind generell sehr gefragt auf dem Arbeitsmarkt – das gilt auch für Beschäftigte in der Informations- und Kommunikationstechnik. Trotzdem lässt sich leider nicht exakt prognostizieren, wie hoch dein Gehalt später ausfallen wird. Meistens ist es aber so, dass sich das Gehalt von Ingenieur/innen im Vergleich zu anderen Berufsgruppen absolut sehen lassen kann: Laut dem Vergleichsportal gehalt.de kannst du später im Schnitt zwischen 4.000 und 6.000 Euro brutto monatlich verdienen. Wie hoch dein Einkommen letztlich ausfallen wird, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab, wie der Größe des Unternehmens, deiner Berufserfahrung und deiner persönlichen Qualifikation.

Ein weiterer beeinflussender Faktor ist die geographische Lage deines Arbeitsplatzes: Tendenziell fällt dein Gehalt in den neuen Bundesländern etwas niedriger aus als in den alten. So kannst du im Süden Deutschlands (Hessen, Baden-Württemberg, Bayern) am meisten verdienen; in Mecklenburg-Vorpommern hingegen wird dein Verdienst wahrscheinlich am unteren Ende der oben genannten Einschätzung liegen. Diese Spanne solltest du eher als grobe Orientierung statt als festgeschriebenen Betrag verstehen.

18 Hochschulen, die ein Informations- und Kommunikationstechnik Studium anbieten

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