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Das Studium Luft- und Raumfahrttechnik – Alle Infos zu Bachelor und Master

Die Luft- und Raumfahrttechnik ist eine bedeutende Schlüsselbranche der deutschen Wirtschaft und ein Technologiemotor für die zukünftige Entwicklung. Ihre Forschungs- und Entwicklungsergebnisse sowie das technische Know-how finden in vielen anderen Industriezweigen Anwendung. Das Studium der Luft- und Raumfahrttechnik zählt daher zu den anspruchsvollsten Studienfächern an den deutschen Hochschulen. Und zu denen, mit der höchsten Durchfallquote. Je nach Studienort liegt sie zwischen 45 und 65 Prozent. Viele unterschätzen das hohe Niveau der naturwissenschaftlichen Fächer und fallen deshalb durch die Prüfungen. Von der ersten Minute an gilt es zu lernen, denn eine Eingewöhnungsphase gibt es nicht.

Der Studiengang

Studenten der Luftfahrttechnik beschäftigen sich mit der Entwicklung, dem Bau, der Ausrüstung und dem Betrieb von Luftfahrzeugen wie Flugzeugen oder Hubschraubern. Wer Raumfahrttechnik studiert, entwickelt Raumtransportgeräte und Flugkörper wie Raketen oder Satelliten unter Berücksichtigung der Weltraumphänomene wie zum Beispiel Vakuum, Schwerelosigkeit oder große Temperaturunterschiede. Aber auch andere technische, wissenschaftliche und auch ökologische Aspekte werden dabei berücksichtigt. An manchen Hochschulen muss vor dem Studium ein 8-wöchiges Pflichtpraktikum absolviert werden.

Studieninhalte

Im Grund- bzw. Basisstudium, dass stark an den Maschinenbau angelehnt ist, werden die Grundlagen der Ingenieurwissenschaften vermittelt. Zu Beginn stehen vor allem Mathematik, Physik, Chemie und Werkstoffkunde auf dem Stundenplan. Später kommen dann Vorlesungen und Seminare in den Bereichen Flugzeugbau, Raumfahrttechnik, Triebwerktechnik und Flugbetriebstechnik dazu. Außerdem müssen Praktika in der Industrie absolviert werden. Die vorgeschriebene Länge variiert je nach Hochschule. Wer in seinem späteren Berufsleben anspruchsvolle Entwicklungsaufgaben übernehmen möchte, sollte nach dem Bachelorabschluss in jedem Fall ein Masterstudium dranhängen. In diesem können die Fachkenntnisse verbreitert werden. Ziel ist dann eine Vertiefung bzw. Spezialisierung. Master-Studenten arbeiten in der Regel an einem Forschungsprojekt mit, über das sie auch ihre Abschlussarbeit schreiben.

Mögliche Pflichtmodule:

  • Elektrotechnik und Elektronik
  • Grundlagen des Leichtbaus
  • Mathematik
  • Messtechnik
  • Numerik
  • Physik
  • Strömungslehre
  • Technische Mechanik
  • Technisches Zeichnen und CAD
  • Thermodynamik
  • Werkstoffe der Luft- und Raumfahrt
Mögliche Wahlpflichtmodule:

  • Betriebs- und Arbeitsorganisation
  • Faserverbundwerkstoffe und -bauweisen
  • Flugaerodynamik
  • Flugführungssysteme/-elektronik
  • Kostenrechnung
  • Konstruktion Flugzeugstruktur
  • Luftfahrtantriebe
  • Luftrecht
  • Nutzung des Weltraums
  • Raumfahrttechnologie
  • Strömungsmaschinen
  • Systemintegration
  • Thermalhaushalt
  • Verbrennungstechnik

Berufsfelder und Aufgabenbereiche

Arbeitsplätze finden Ingenieure der Luft- und Raumfahrttechnik vor allem in der Luft- und Raumfahrtindustrie, bei Fluggesellschaften und auf Flughäfen. Außerdem sind sie in Wartungsbetrieben oder in der Zulieferindustrie beschäftigt, z. B. bei Herstellern von Triebwerken und Navigationsinstrumenten oder in Firmen, die Steuerungssoftware entwickeln. Ingenieurbüros oder die öffentliche Verwaltung kommen ebenso als Arbeitgeber infrage. Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie der Stahl- und Leichtmetallbau eröffnen weitere Tätigkeitsfelder.

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