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Was soll ich nur studieren? So findest du das Studium, das zu dir passt!

Wenn du technisch interessiert bist und daher gerne Ingenieurwesen studieren möchtest, bist du schon einen guten Schritt weiter als viele, die noch überhaupt nicht wissen, was sie studieren sollen. Dennoch: Ingenieurwesen ist ein umfassender Begriff für viele verschiedene Studiengänge und Schwerpunkte. Die Suche geht also noch ein wenig weiter, doch keine Sorge: Mit einem gewissen Schema kommt schnell Licht in das Dunkel. Dabei sind verschiedene Herangehensweisen möglich.

Das Angebot sichten

Im Internet gibt es so einige Seiten, die die Suche nach speziellen Studiengängen und Hochschulen ermöglichen, z. B. das Magazin „Zeit online“. Bei Eingabe des Suchbegriffs „Ingenieur“ beispielsweise erhält man hier derzeit 2.518 Treffer. Die Suche lässt sich natürlich auch noch erheblich eingrenzen: Schon beim Zusatz „Maschinenbau“ reduziert sich das Angebot auf aktuell 517 Treffer, ergänzt man obendrein „Bachelor“, sind es noch 323 Treffer. Anhand der angezeigten Liste könnte man sich also einfach einmal inspirieren lassen, um etwa zur der Erkenntnis zu gelangen: „Materialwissenschaften? ‒ Das ist doch etwas für mich!“. Im nächsten Schritt kannst du dir den Studiengang auf der Webseite der verlinkten Hochschule näher ansehen. Manch einer hat auf diese Weise schon sein Traumstudium gefunden. Die gleiche Methode, das “einfach-mal-drübergucken”, kannst du natürlich auch bei unserer Datenbank aller Ingenieurstudiengaenge anwenden. Andererseits kann die Vielfalt des Angebots auch erschlagend wirken. In diesem Fall ist es sinnvoller, nach einem persönlichen Schema vorzugehen.

Das Berufsfeld eingrenzen

Zunächst ist es hilfreich, sich die grobe Einteilung der Ingenieurwissenschaften anzusehen, am besten als Skizze auf dem Papier: Maschinenbau, Informatik, Elektrotechnik sind drei große Einsatzfelder. Es gibt aber auch Bauingenieure, Gartenbauingenieure und so weiter. Ein besonderes Gebiet an der Nahtstelle von BWL und Technik ist das Wirtschaftsingenieurwesen. Vielleicht kannst du manche Bereiche von vornherein streichen, nach dem Motto: „Betriebswirtschaft oder Bau, das ist nichts für mich.“ Nun kannst du dich auf die verbleibenden Gebiete konzentrieren, indem du dir die feinen Unterschiede ansiehst. So gibt es neben der Allgemeinen Elektrotechnik viele Spezialbereiche wie Fernsehtechnik, Mikroelektronik, Nachrichtentechnik, Informationstechnik oder Kommunikationstechnik, die man entweder bereits als grundständigen Bachelorstudiengang belegen oder als Vertiefungsrichtung wählen kann. Im Maschinenbau gibt es Möglichkeiten wie Regenerative Energietechnik oder die verwandte Mechatronik, und so weiter. Ein Kriterium bei der Studienwahl ist also, ob du dich etwas breiter aufstellen oder gleich in ein Spezialgebiet gehen möchtest.

Interessen und Fähigkeiten als Maßstab

Falls du noch gar keine weitere konkrete Vorstellung hast, lassen sich favorisierte Bereiche Stück für Stück erschließen. Stelle dir zum Beispiel einen Studienberater vor, der dir auf den Zahn fühlt:
„Welche technischen Bereiche interessieren dich besonders?“ – „Der Fahrzeugbau!“
„Was möchtest du als Ingenieur konkret machen?“ – „Am liebsten im Bereich Software-Entwicklung arbeiten!“

So könnte man sich dem Studienfeld „Fahrzeugelektronik“ nähern und dabei auf spezielle Studiengänge wie „Automobilinformatik“ stoßen. Natürlich kann der imaginäre Berater auch durch eine reale Person ersetzt werden.

Eine weitere Möglichkeit ist, Interessen nach Schulfächern/Hobbys/Vorlieben etc. abzuklopfen. Wenn du in den Ingenieurbereich gehen möchtest, wirst du vermutlich Physik, Mathe & Co. mögen. Doch wie sieht es mit weiteren Aspekten aus? Wer etwa gerne im Freien arbeitet, kann das Gebiet Gartenbau ins Auge fassen. Wer gerne mit kleinsten Teilen bastelt, wird vielleicht mit der Mikroelektronik glücklich. Oder soll es doch lieber in Richtung Technische Informatik gehen?

Mit anderen reden

Auch wenn es Eltern gibt, die ihrem Nachwuchs gerne die eigenen Ziele „aufschwatzen“ möchten ‒ grundsätzlich ist er Austausch mit der Familie, Bekannten und Freunden bei der Studienwahl zu empfehlen. Und sei es nur, weil man im Gespräch mit anderen noch einmal die eigene Meinung reflektiert, wodurch einem vieles klarer werden kann. Dabei ist es natürlich wichtig, seine eigenen Ziele nicht zu vergessen. Einen Berufswunsch sollte man sich nicht einreden lassen, das kann schnell zum Scheitern oder Unzufriedenheit führen. Noch effektiver (und objektiver) ist oftmals der Austausch mit Experten und Studierenden. Auf Fachmessen wie z. B. der “intec” und bei Abimessen wie z.B. der “Einstieg” oder den “azubi- und studientagen” bieten sich hervorragende Möglichkeiten. Zugleich erhält man viele visuelle Eindrücke der möglichen Einsatzbereiche.

Praktika machen

Zuletzt sei noch auf den Punkt verwiesen, den die wohl meisten, wenn nicht sogar alle Studienberater als wegweisend anführen: Praktika, Praktika, Praktika. Wo sonst sollte man erfahren, wie es sich wortwörtlich anfühlt, einen bestimmten Beruf auszuüben. Obendrein sind die betrieblichen Erfahrungen ein Plus im Lebenslauf, manchmal sogar Voraussetzung für ein Studium. Vor der Bewerbung um einen Praktikumsplatz sollte man die Richtung natürlich schon ermittelt haben. Diese Erfahrung ist mehr das I-Tüpfelchen. Sie kann als Hinweis dienen, dass man es sich besser doch nochmal überlegen sollte ‒ oder als Bestätigung, dass der Studiengang wirklich zu einem passt.

Hier nun noch einige Literatur-Tipps zum Thema:

   
Der große Studienwahltest   Studien- und Berufswahl 2010/2011   Studieren, aber was?: Die richtige Studienwahl für optimale Berufsperspektiven.
   
Der Hochschul- Test. So wähle ich den optimalen Studienort.   Das Uni-Einmaleins: Studieren – alles, was man wissen muss  

Du möchtest lieber digital einen Test machen? Dann kannst du auch auf folgenden Seiten Studienwahltests absolvieren:
http://www1.spiegel.de/active/studienwahltest/fcgi/studienwahltest.fcgi
http://www.was-studiere-ich.de

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