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Ingenieurwissenschaften – Studienplatzklage

Die Ingenieurwissenschaften befassen sich mit der praxisorientierten Anwendung der Technik, der Produktionstechnik, der Konstruktion und der Forschung in Verbindung mit naturwissenschaftlichen Erkenntnissen. Der Ingenieurberuf bietet viele Facetten. So kann man neben Bauingenieur und Elektroingenieur auch Maschinenbauingenieur werden. Je nachdem, welcher Ingenieurberuf zum Ziel gewählt wird, bilden verschiedene Fächer die Grundlagen des Studiums.

Ingenieurwesen kann an dutzenden Universitäten, Hochschulen und Fachhochschulen in Deutschland studiert werden, so z.B. an der Beuth Hochschule für Technik Berlin, an der Fachhochschule Düsseldorf, an der Technischen Universität Berlin, an der Technischen Universität Dortmund, der Hochschule für Technik Stuttgart u.v.m.

Die Ingenieurstudiengänge sind in der Regel bereits auf das Bachelor- und Mastersystem umgestellt worden.

Einführung: Studienplatzklage

Studienplatz einklagenDie Vergabe der Studienplätze durch die Hochschulen erfolgt grundsätzlich nach den Kriterien Abiturnote und Wartesemester. Universitätsspezifisch sind zudem noch weitere Kriterien maßgeblich, wie z.B. die Abiturnote in dem für das angestrebte Studium wichtigstem Hauptfach. Außerdem ist für die Wartezeit auch entscheidend, an welcher Universität Sie sich bewerben, denn einige Universitäten sind beliebter als andere und demzufolge bewerben sich an den beliebteren Universitäten mehr Abiturienten als an weniger beliebten Universitäten. Folglich ist der universitätsinterne Numerus Clausus (NC) an den beliebteren Universitäten höher, was sich ebenfalls auf die Wartezeiten auswirkt.

Die Studienplatzklage ermöglicht Ihnen einen Studienplatz zu erhalten, auch wenn der NC des angestrebten Studienganges nicht erreicht wurde. Es können lange Wartezeiten vermieden werden, ohne dass sie auf eine andere Universität als Ihre Wunschuniversität ausweichen müssen.

Die rechtliche Grundlage für die Studienplatzklage bildet Artikel 12 des Grundgesetzes. Danach hat jeder Deutsche das Recht, seine Ausbildungsstätte frei zu wählen. Mithilfe einer Studienplatzklage kann gerichtlich überprüft werden, ob die jeweilige Universität ihre zur Verfügung stehenden Ausbildungskapazitäten ausreichend ausgeschöpft hat. Maßgeblich ist also die Frage, ob die jeweilige Universität alle zur Verfügung stehenden Studienplätze angeboten hat. Sollte das zuständige Verwaltungsgericht feststellen, dass dies nicht der Fall ist, verpflichtet es die Universität, weitere Studienplätze anzubieten.

Studienplatzklage im Fach Ingenieurwesen

Bei den Ingenieurwissenschaften ist bezüglich des NC zwischen den einzelnen Ingenieurwissenschaften zu unterscheiden.

Im Elektroingenieurwesen wurden im Wintersemester 2012/2013 alle Studienbewerber zugelassen. Beim Bauingenieurwesen lag der NC im selben Semester an der Technischen Universität Berlin bei 2,5 und an der Technischen Universität Dortmund bei 3,0. Am höchsten lag der NC beim Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen. Hier lag der NC an der Technischen Universität Berlin bei 1,8, an der Technischen Universität Dortmund bei 2,3 und an der Fachhochschule München bei 2,2.

Um lange Wartezeiten für einen Studienplatz an Ihrer Wunschuniversität zu vermeiden, kann die Studienplatzklage hilfreich sein, auch wenn Sie den jeweiligen NC nicht erreichen. Hierbei müssen Sie nicht erst auf die Absage der Universität warten, sondern können bereits vorher tätig werden. Die Chancen einer Studienplatzklage in den Ingenieurwissenschaften sind sehr unterschiedlich, da es bei den einzelnen Studienrichtungen starke Schwankungen bei den Bewerberzahlen gibt. Im Vergleich zu den medizinischen Studiengängen sind die Chancen sehr positiv zu bewerten.

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