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Studium Technische Informatik- Alle Infos zum Bachelor und Master Studiengang


Technische Informatik SystemeHeute werden Informationen und Daten z. B. mittels Internet, iPad, Smartphones usw. automatisiert aufgenommen, gesammelt, gespeichert, verarbeitet und übertragen. Ohne die Informatik wäre unser Leben bei weitem nicht so modern: kein Flugzeug und Auto könnte gesteuert werden, die Unterhaltungsbranche würde immer noch in den Kinderschuhen stecken, die Bewältigung der Aufgaben im Haushalt wäre um einiges anstrengender. Auch auf Videospiele müssten wir in unserer Freizeit verzichten. Informationen sind das Kapital unserer Zeit. Informatiker verarbeiten diese Informationen am Computer.

Auch wenn sich die Wissenschaftsdisziplin der Informatik aus der Mathematik entwickelt hat, beinhaltet das Studium weit mehr als Lineare Algebra und die Lehre vom Programmieren. Man muss komplexe Probleme lösen, indem man abstrakt denkt, Automatisieren, Modelle entwerfen, diese in Computerfunktionalitäten umsetzen und letztlich das Ganze auch für die Nutzer und Nichtinformatiker verständlich aufbereiten. Informatik findet schließlich nicht nur am PC statt, sondern hat in vielen Lebensbereichen Einzug gehalten. Autos, Waschmaschinen, Digitalkameras und Mobiltelefone – unser Alltag ist vollgestopft mit Systemen, die mit den technischen Entwicklungen der Informatik gesteuert werden. Aus diesem Grund sind Informatiker natürlich auch aus dem Bereich der Ingenieurwissenschaften nicht mehr wegzudenken. Hier bilden sie die Schnittstelle zwischen Soft- und Hardware und tragen mit viel Know-How dazu bei, Maschinen und Anlagen quasi ihre „Seele“ einzuhauchen und sie funktionstüchtig zu machen. Wenn sich das nach einem möglichen Berufsfeld für dich anhört, dann lies weiter und finde heraus, wie du technischer Informatiker oder Informatikingenieur werden kannst.

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Was ist technische Informatik/Informatik-Ingenieurwesen

Technische InformatikEine genaue Differenzierung zwischen den Begriffen der Ingenieursinformatik und der technischen Informatik ist schwierig, zum Teil werden beide synchron verwendet. Sie bilden die Schnittstelle zwischen Informatik und Ingenieurwesen, und auch die Studiengänge haben ähnliche, sich überschneidende Inhalte. Der größte Unterschied liegt vielleicht noch in den Vertiefungsmöglichkeiten: während sich das Studium der technischen Informatik von Beginn an auf die Elektrotechnik konzentriert, lassen manche (aber auch nicht alle!) Studiengänge der Ingenieurinformatik auch weitere Spezialsierungen wie z.B. Maschinenbau und Verfahrenstechnik zu. Es wird des Öfteren behauptet, dass das Studium der Ingenieursinformatik anwendungsbezogener ist, während technische Informatiker sich mehr mit den hardwarebezogenen Grundlagen von Rechen- und Kommunikationssystemen beschäftigen. Das pauschal zu behaupten wäre allerdings nicht richtig, denn die Studieninhalte und Schwerpunkte variieren je nach Hochschule und Studiengang. Je nach Institution unterscheiden sich sogar die Abschlüsse. Während man bei manchen Universitäten nach dem Studium der Technischen Information oder der Ingenieursinformatik einen Bachelor of Sciene in der Tasche hat, verlassen andere die Hochschule nach einem Studiengang gleichen Namens mit einem Bachelor of Engineering. Hier gilt es also zu beachten, welche Vertiefung und welche Abschluss man wirklich haben möchte, und sich vor der Studienwahl sorgfältig zu informieren, um die richtige Auswahl zu treffen.

Aber egal welchen Abschluss man nachher vorweisen kann: in der Regel werden die Absolventen beider Studiengänge eher dem Berufsfeld der Ingenieure denn der Informatiker zugerechnet. Das liegt hauptsächlich an der Art der Aufgaben, die sie später im Berufsleben übernehmen: ähnlich wie die „klassischen“ Ingenieure sind sie Problemlöser und Tüftler- nur dass sie technische Probleme nicht auf dem Reißbrett und mit dem Schraubenschlüssel lösen, sondern mit Hilfe von Software am Computer. Embedded Systems ist hier ein Stichwort, welches für die Absolventen beider Studiengänge eine große Rolle spielt. Embedded Systems sind in Hardware gegossene Software und werden in vielen Brachen und Unternehmen benötigt. Technische Informatiker beschäftigen sich vor allem mit den Oberflächen und Anwendungen dieser Systeme und sorgen durch die Verbindung von Software mit Technik dafür, dass Geräte überhaupt erst richtig gesteuert werden können. Aus diesem Grund sind Fachleute der technischen Informatik auch heiß begehrt auf dem Arbeitsmarkt.

Wie werde ich technischer Informatiker?

Informatik StudiumWer technische Informatik oder Informatik-Ingenieurwesen studieren möchte, dem stehen zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung. Studiengänge werden von verschiedenen Hochschulen angeboten: von Universitäten, Fachhochschulen oder den spezialisierten technischen Universitäten. Auch wenn sich die Studieninhalte ähneln, gibt es zwischen den verschiedenen Hochschulformen doch einige Unterschiede. So gilt das Studium an einer Fachhochschule generell als sehr praxisnah. Viele FHs sind eng mit Unternehmen verbunden, so dass sich hier die Möglichkeit ergibt, in Projekten und Kooperationen erste praktische Erfahrung zu sammeln und Kontakte zu knüpfen. Das Studium an der Universität ist in der Regel stärker theoretisch orientiert und bereitet optimal auf eine akademische Karriere und eine Tätigkeit im Bereich der Wissenschaft und Forschung vor. Allerdings sind auch an den Universitäten Praktika und Praxisübungen Pflicht, so dass Studierende auch hier die Möglichkeit bekommen, ihr Wissen praktisch anzuwenden und Erfahrungen zu sammeln. Technische Universitäten legen grade im Bereich der technischen Informatik oft mehr Wert auf die höhere Mathematik als eine weniger spezialisierte Uni und gelten als recht anspruchsvoll. Das sind allerdings eher allgemeine Aussagen, da die konkreten Studieninhalte von Universität zu Universität stark variieren. Um die optimalen Hochschule und den richtigen Studiengang für dich zu finden, solltest du dir im Vorhinein die Studienverlaufspläne und Module ansehen und überlegen, welche am besten zu deinen Interessen und Zielen passen.

Überblick über den Studiengang

Die Informatik ist eine schnelllebige Disziplin – Programmzyklen dauern meist nicht länger als fünf Jahre. Daher hat im Informatik Studium nicht das Beherrschen einzelner Software und Programmiersprachen hohe Priorität, sondern die Vermittlung von Grundlagenwissen. Es ist auch nicht sinnvoll, zu Studienbeginn Computersprachen und Programme zu lernen, die zum Studienende schon wieder überholt sein werden. Viel wichtiger ist es, als Student selbstständige Methoden und langlebige Konzepte zu lernen. Denn nur so sind Absolventen später in der Lage, sich auch im Job problemlos in neue Software und Systeme hineinzudenken. Im Unterschied zu reinen Informatikstudiengängen steht bei der technischen Informatik die Realisierung und praktische Anwendung im Gerätekontext im Vordergrund. Neben hardwaretechnischen Grundlagensystemen stehen vor allem Mathematik, Physik, Elektronik und Software-Entwicklung auf dem Stundenplan. Im folgenden Abschnitt haben wir für dich exemplarisch einen Überblick über die Studieninhalte eines Bachelor Studiums der technischen Informatik bzw. des Informatik-Ingenieurwesens zusammengestellt.

Das Bachelor Studium der technischen Informatik bzw. des Informatik-Ingenieurwesens hat eine vorgesehene Dauer von 6 bis 7 Semestern. Wie schon gesagt, variieren die verschiedenen Studiengänge sehr stark in ihren Schwerpunkten und Abschlüsse, deswegen können wir dir hier nur eine Teilauswahl der Studieninhalte vorstellen. Die folgenden Module finden sich allerdings in einem Großteil der Studienpläne der technischen Informatik:

  • Einführung in die Informatik
  • Softwareentwicklung
  • Physik
  • Digitaltechnik
  • Analysis
  • Elektrotechnik
  • Mikroelektronik
  • Eingebettete Betriebssysteme
  • Programmiermethodik
  • Kommunikationstechnik

In den Plänen der Studiengänge der Informatik-Ingenieurswissenschaften finden sich fast die gleichen Inhalte. Diese beinhalten in der Regel aber auch Module, in denen ingenieurwissenschaftliche Inhalte behandelt werden wie

  • Technische Mechanik
  • Regelungs- und Systemtechnik
  • Prozess- und Sensortechnik
  • Verfahrenstechnik

Während der höheren Semester sind bei fast allen Hochschulen eine Laboreinheit sowie ein Praxissemester vorgesehen, in welchem die Studenten ihr theoretisch erlerntes Wissen in Projekten anwenden und vertiefen können. Auch bieten die Hochschulen in den höheren Semestern verschiedene Vertiefungsmodule an, so dass hier eine erste Spezialisierung möglich ist. Am Ende des Studiums steht die Bachelor Thesis, in welchem ein selbstgewähltes Thema vertieft und ausgearbeitet werden muss.

Voraussetzungen

Wenn du dich bereits für ein Studium der technischen Informatik entschieden hast, ist die Auswahl des speziellen Studiengangs und der Hochschule der nächste logische Schritt. Hier gilt es zu beachten, dass Universitäten und Fachhochschulen nicht jeden zum Studium zulassen. Bewerber müssen gewisse Voraussetzungen mitbringen und sollten außerdem auch einige persönliche Qualifikationen aufweisen. Welche das genau sind, haben wir im Folgenden für dich zusammengetragen.

Die Studiengänge Technische Informatik oder Informatik-Ingenieurwesen sind bewerberfreundlich, da viele Hochschulen garkeinen NC aufweisen. Ist der Studiengang durch einen Numerus Clausus beschränkt, so ist dieser in der Regel recht niedrig. Wir zeigen dir im Folgenden eine Auswahl an Hochschulen und deren Zulassungsvoraussetzungen. Beachte allerdings, dass diese nicht feststehend sind, sondern sich von Semester zu Semester ändern können. Informiere dich deswegen vor deiner Bewerbung am besten immer bei den Hochschulen selbst über den aktuellen Stand.

Hochschule Studiengang NC
Ostbayerische Technische Hochschule Regensburg Technische Informatik zulassungsfrei
RWHT Aachen Elektrotechnik, Informationstechnik und technische Informatik zulassungsfrei
TU Hamburg Informatik-Ingenieurwesen zulassungsfrei

Berufsfelder und Einsatzgebiete nach dem Studium

Ohne Computer und Informatik läuft heute so gut wie gar nichts mehr. Ob in der Produktion, der Kommunikation, der Logistik, dem Verkehrswesen…die Liste der Einsatzgebiete für Informatiker lässt sich wohl endlos fortsetzen. Dementsprechend vielfältig sind die Branchen und Tätigkeitsfelder. Fachkräfte aus den Bereichen der technischen Informatik oder Informatik-Ingenieure sind durch ihre Spezialisierung im technischen Bereich auf dem Arbeitsmarkt heiß begehrt. Oft kommen sie in innovativen Branchen wie der Robotik, der Mikrotechnologie, der Medizintechnik oder der Automobilindustrie zum Einsatz. Sie arbeiten zum Beispiel als Entwicklungs- und Vetriebsingenieure, Projektmanager, in der Qualitätssicherung oder im Bereich der Softwareentwicklung, wo sie neue Systeme und Anwendungen für Netzwerke oder Datenbanken entwickeln und Programme designen. Oft arbeiten sie aber auch im Bereich der Hardware. Sie sind verantwortlich für die intelligenten Systeme, die uns im Alltag begleiten, egal ob in unserem Telefon, unserem Kühlschrank oder unserem Auto. Technische Informatiker oder Informatik-Ingenieure mit einem Masterabschluss oder einem Doktortitel finden sich auch häufig im Bereich der Wissenschaft und Forschung.
Wenn du noch detaillierte Informationen zu spezifischen Berufsfeldern, Branchen und Karriereaussichten für technische Informatiker und Informatik-Ingenieure suchst, dann lies unseren Artikel „Berufswelt“.

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